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Der Name Hefele - Herkunft und seine Bedeutung

 

Im frühen Mittelalter, als die Bevölkerung für damalige Verhältnisse rapide anstieg, und sich aus einzelnen Siedlungen Dörfer oder gar Städte bildeten, reichte die Vergabe eines Namens für die Menschen nicht mehr aus. Bislang hatten die Menschen bis auf wenige Ausnahmen nur einen Namen. Da aber immer mehr Menschen auch damals schon Streitigkeiten vor den Gerichten austrugen, und auch von behördlicher Seite immer mehr Rechtsansprüche dokumentiet wurden sowie auch die Erstellung von Steuerlisten, musste die Bevölkerung eindeutig identifiziert werden können. So entwickelte sich die Namensgebung hin zur Vergabe eines Vor- und Zunamens.
Die Entstehung der Familiennamen begann im 9. Jh. in Venedig, im 10. Jh. in Florenz sowie Südfrankreich. Im 11. Jh. erreichte Sie die Schweiz und Nordfrankreich, bis Sie im 12. Jh. auch bis zu uns vordrang. Diese Zunamen konnten sich auf die berufliche Tätigkeit, Charakterzüge, körperliche Merkmale und Gebrechen, sowie Herkunft und Wohnstätte der entsprechenden Personen beziehen. Beispiele hierfür sind:

  • Schmi(e)d   (= berufliche Bezeichnung)
  • Heinrich der Löwe   (= Bez. des Charakters, hier von mutig od. angstverbreitend, wie ein ...)
  • Schiller   (= körperliches Merkmal, hier schielende Augen)
  • Schwab   (= Herkunft aus Schwaben)
  • Halder   (= Wohnstätte, hier 'Halde' von Bergabhang)
  • ...


Das heißt nicht, dass Friedrich Schiller schielte, aber sein Vorfahre, welchem er seinen Nachnamen verdankte, hatte wohl ein Problem mit seinen Augen.

  

Relative Verteilung des Namens HefeleRelative Verteilung des Namens Hefele  
Mit freundlicher Genehmigung von Hrn. Christoph Stöpel; Februar 2006  
   

Der Nachname Hefele hingegen bezieht sich wie die verwandten Namen Häfele, Heffner, Hafner, Töpfer, Pötter usw. je nach Dialekt auf eine berufliche Tätigkeit, nämlich des Töpferns. Der Hafner (Töpfer) war nach dem Dialekt die damalige berufliche Bezeichnung dieses Handwerks in unserer Region. Sie reichte von der gesamten Alb über den Südosten Deutschlands anwachsend bis in die heutigen Länder Schweiz, Österreich und den Süden der Tschechei. Meine Vorfahren aus dieser Zeit stammen aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Ostalb-Region. So muss einer meiner Ahnen, als die zusätzliche Vergabe eines Nachnamens erfolgte wohl ein Töpfer gewesen sein.

Auf der linken Karte sehen Sie die relative Verteilung des Namens Hefele gerechnet auf 1 Mio Einwohner. Die Messung erfolgt auf Grundlage, der gemeldeten Telefonanschlüsse.
Auch ist gut zu erkennen
, dass in der Gemeinde Dillingen an der Donau der Name Hefele am häufigsten vorkommt. Tatsächlich stammen meine letzten, mir bekannten Vorfahren aus der Region nordöstlich dieser Gemeinde.

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